Watch Dogs

Watch Dogs

GTA-Konkurrent: Hacker auf Rachefeldzug

Watch Dogs wird bereits als Vorreiter einer neuen Generation von Videospielen gehandelt. Das Spiel dreht sich um einen Hacker, der auf der Suche nach Gerechtigkeit durch die Straßen von Chicago zieht. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • hervorragendes Gameplay
  • Open-World-Ansatz gibt Raum für eigene Kreativität
  • übersichtliche Benutzeroberfläche
  • detailreiche Darstellung von Chicago
  • Multiplayer-Modus

Nachteile

  • technisch wenig beeindruckend
  • unklare Missionsziele
  • Schwächen im Storytelling

Gut
7

Watch Dogs wird bereits als Vorreiter einer neuen Generation von Videospielen gehandelt. Das Spiel dreht sich um einen Hacker, der auf der Suche nach Gerechtigkeit durch die Straßen von Chicago zieht.

Detailreich und vielfältig

Watch Dogs greift ein aktuelles Thema auf: den Überwachungsstaat, die Allgegenwärtigkeit von Handys und die Aufgabe der Privatsphäre. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Aiden Pearce. Der Hacker will Rache nehmen und sucht die Verantwortlichen für seine Tragödie. Der Spieler erhält über sein Handy persönliche Informationen über Passanten, um Kriminelle zu entlarven.

Das Spiel greift Kinofilme wie Minority Report auf. Watch Dogs setzt auf eine vielversprechende Idee, zumal der Entwickler großartige Inhalte liefert. Chicago ist groß und stark bevölkert. Jeder Bürger besitzt ein persönliches Profil, das man über das Handy abruft.

Zu dem Profil gehören der Name, das Jahresgehalt und andere Informationen, die nur Hacker einsehen wie etwa die kriminelle Vergangenheit, Schulden oder die Vorliebe für klassische Musik. Watch Dogs legt viel Wert auf Details. Die Vielfalt des Spiels beeindruckt.

Unglücklciherweise fehlt es Watch Dogs an einem ambitioniertem Drehbuch. Die Rahmenhandlung wirkt fade, da die Verbindung zwischen persönlicher Rache und Bösartigkeit nicht gut funktioniert. So fällt es dem Spieler schwer, sich mit Aiden zu identifizieren. Insbesondere die Dialoge unterstreichen diesen Eindruck. An dieser Stelle hält Watch Dogs dem Vergleich mit GTA V nicht stand.

Exzellentes Gameplay, undurchsichtige Missionen

Watch Dogs zählt zu den Action-Open-World-Spielen. Der Spieler streift durch die Straßen Chicagos und nutzt die unterschiedlichen Fahrzeuge. Auch hier bietet sich der Vergleich mit GTA an, da beide Spiele viel gemeinsam haben. Ubisoft gelingt es, eine echte Alternative zum Spielehit von Rockstar zu präsentieren. Über Aidens Handy hackt sich die Figur in verschiedene Systeme ein, um zum Beispiel Überwachungskameras anzuzapfen, Ampeln und Zugbrücken zu manipulieren oder um bei der Polizei für Chaos zu sorgen.

Die übersichtliche Benutzeroberfläche unterstützt das exzellente Gameplay. Über einen Button hackt sich der Spieler in elektronische Systeme ein, die sich in Sichtweite der Figur befinden. Zwar bietet das Spiel eine Fülle an Missionen, doch manche wirken unstrukturiert. Wenig konkrete Missionsziele bringen den Spieler ins Grübeln. So spielt man ein und dieselbe Mission mehrmals, versteht aber immer noch nicht ihren Sinn.

Technische Kompromisse

Nach so vielen Vorschusslorbeeren enttäuscht Watch Dogs. Der Entwickler geht zu viele Kompromisse ein, um allen Plattformen, PC sowie alte und neue Spielekonsolen, gerecht zu werden.

Insbesondere die Grafik hält den hohen Erwartung nicht stand. Speziell im Vergleich mit GTA V wird deutlich, dass Watch Dogs weit von der Spitze entfernt ist. Allerdings punktet das Spiel durch die Darstellung von Chicago. Es macht Spaß, durch die Straßen der Stadt zu gehen und sich mit den vielfältigen Passanten zu beschäftigen.

Fazit: gut, aber nicht überragend

Auch wenn Watch Dogs die hohen Erwartungen nicht erfüllt, bleibt es ein hervorragendes Action-Spiel in einem umfangreichen Open-World-Gameplay. Chicago bietet vielfältige Tätigkeiten und detailreiche Inhalte. Die Hacker-Elemente geben dem Spiel einen eigenen Charakter. Nimmt man all das zusammen, erhält man ein gutes Multiplayer-Game, so dass man über seine Schwächen im Storytelling hinwegsieht.